Viele Camper kennen diesen Traum: einfach einmal nicht nach drei Wochen wieder nach Hause fahren. Kein Urlaub mit festem Rückreisetermin, sondern ein Jahr unterwegs sein – vielleicht noch während des Arbeitslebens, weil man inzwischen ohnehin von überall arbeiten kann, vielleicht auch erst nach dem Renteneintritt. Der Camper wird für eine längere Zeit zum neuen Zuhause. Aber was macht man in dieser Zeit mit dem alten Zuhause?
Haus verkaufen, Wohnung aufgeben, Möbel einlagern und wirklich alles hinter sich lassen? Das ist ein ziemlich großer Schritt, vor allem dann, wenn man nach einem Jahr vielleicht doch wieder zurückkommen möchte. Also machen es viele anders: Das Haus bleibt einfach stehen. Die Blumen werden verteilt, der Nachbar bekommt einen Schlüssel, das Wasser wird abgestellt, soweit das möglich ist, und die Heizung heruntergeregelt. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, kann man abschalten oder kündigen – auch der Internetanschluss gehört dazu. Warum jeden Monat 40, 50 oder 60 Euro für einen Anschluss bezahlen, den ein Jahr lang niemand benutzt?
Ganz abschalten lässt sich ein Haus natürlich nicht. Im Winter muss eine gewisse Temperatur gehalten werden, und Strom wird ebenfalls noch an einigen Stellen benötigt. Das Haus wird also nicht stillgelegt, sondern auf eine Art Minimalbetrieb heruntergefahren. Und genau dabei entsteht ein Problem, über das man wahrscheinlich erst richtig nachdenkt, wenn man schon unterwegs ist.
Der Nachbar schaut vielleicht gelegentlich vorbei, aber eben nicht jeden Tag. Man selbst steht inzwischen mit dem Camper irgendwo in Spanien, Portugal oder Norwegen, und das eigene Haus ist seit Wochen unbewohnt. Wenn dort etwas passiert, kann es entsprechend lange dauern, bis es jemand bemerkt. Das muss gar nicht der klassische Einbruch sein: Vielleicht wird eine Terrassentür geöffnet, vielleicht gibt es irgendwo ein Wasserleck, vielleicht fällt im Winter die Heizung aus und die Temperatur im Haus sinkt immer weiter. Dinge, die normalerweise innerhalb weniger Stunden auffallen würden, können in einem leerstehenden Haus über Tage unbemerkt bleiben.
Ein zweites Gerät sonsor für das Haus
Wer sonsor bereits im Camper benutzt, kennt das Prinzip ohnehin: Das Gerät wird mit Strom versorgt und überwacht den Innenraum, Tür- und Fensterkontakte können zusätzlich die wichtigen Zugänge absichern, und die Kommunikation läuft über den integrierten Mobilfunk. Für das Haus funktioniert das genauso.
Ich würde deshalb bei einer wirklich langen Reise nicht versuchen, sonsor ständig zwischen Camper und Haus hin- und herzunehmen. Das Gerät im Camper bleibt im Camper, und ein zweites sonsor bleibt einfach zu Hause. Im Eingangsbereich installiert, kann es dort die Überwachung übernehmen. An Haustür, Terrassentür oder besonders kritischen Fenstern können zusätzliche Kontakte angebracht werden – damit bekommt man mit, wenn ein Zugang geöffnet wird, obwohl eigentlich niemand im Haus sein sollte.
Fast noch wichtiger finde ich bei einem über Monate leer stehenden Haus einen Wassersensor. Ein Einbrecher ist wieder weg, ein unbemerktes Wasserleck kann dagegen tagelang weiterlaufen und einen enormen Schaden verursachen. Gerade wenn niemand regelmäßig im Haus ist, wird aus einem kleinen Problem schnell ein großes. Auch die Temperaturüberwachung bekommt plötzlich eine andere Bedeutung: Wenn mitten im Winter die Temperatur im Haus ungewöhnlich weit absinkt, möchte ich das nicht erst vier Wochen später vom Nachbarn erfahren.
Unabhängig vom heimischen Internet
Das Entscheidende an dieser Lösung ist für mich aber die Unabhängigkeit vom heimischen Internet. Wenn ich meinen Haushalt für ein Jahr auf Minimalbetrieb stelle, möchte ich nicht einen Internetvertrag weiterbezahlen, nur damit meine Überwachung funktioniert. sonsor bringt seine Mobilfunkverbindung selbst mit – das Haus kann also überwacht bleiben, obwohl der normale Internetanschluss längst abgeschaltet ist.
So betrachtet ist sonsor in diesem Fall eigentlich mehr als nur eine Alarmanlage. Es ist die Verbindung zu einem Zuhause, das für einige Monate alleine bleiben muss. Im Camper kümmert sich sonsor um den Ort, an dem ich gerade lebe. Das zweite Gerät passt auf den Ort auf, zu dem ich irgendwann wieder zurückkommen möchte.
Man muss sein Zuhause also nicht aufgeben, um für ein Jahr mit dem Camper zu verschwinden. Man kann es einfach auf Minimalbetrieb stellen – und trotzdem mitbekommen, wenn dort etwas nicht stimmt.
