Muss wirklich jeder Meetingraum jedes Mal gereinigt werden?

Muss wirklich jeder Meetingraum jedes Mal gereinigt werden?

In vielen Bürogebäuden läuft die Reinigung noch nach einem ziemlich einfachen Prinzip: Es gibt einen Plan, und nach diesem Plan werden die Räume gereinigt. Das hat jahrzehntelang gut funktioniert – nur hat sich die Nutzung unserer Bürogebäude verändert. Homeoffice gehört heute in vielen Unternehmen zum Alltag, Besprechungen finden über Teams und andere Onlinedienste statt, und entsprechend stehen manche Büros und Meetingräume mehrere Tage leer. Trotzdem tauchen diese Räume weiterhin auf dem Reinigungsplan auf.

Für Reinigungsunternehmen ist das ein echtes Problem. Die Verträge sind eng kalkuliert, gleichzeitig steigen Personal- und Lohnkosten, und das Reinigungspersonal arbeitet deshalb nach genau geplanten Zeitvorgaben. Wenn in einem großen Bürogebäude zwanzig Meetingräume vorhanden sind, von denen in den vergangenen Tagen vielleicht nur sechs tatsächlich genutzt wurden, stellt sich eine ziemlich einfache Frage: Warum sollten alle zwanzig Räume gleich intensiv gereinigt werden?

sonsor home erkennt, ob ein Raum genutzt wurde

An dieser Stelle setzt sonsor home an. Das kleine Gerät wird einfach im Meetingraum platziert und mit Strom versorgt. Die integrierte Sensorik erkennt, ob im Raum Aktivität stattgefunden hat – dazu kommen unter anderem Radar sowie weitere Umgebungsinformationen zum Einsatz. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum herauszufinden, wer in dem Meetingraum war oder was dort besprochen wurde. Es interessiert nur eine wesentlich einfachere Information: Wurde dieser Raum seit der letzten Reinigung genutzt? Aus dieser Information lässt sich anschließend eine ganz praktische Entscheidung für die nächste Reinigung ableiten.

Rot heißt: Hier war etwas los

Denkbar ist dafür ein einfaches Ampelsystem. Das Reinigungspersonal arbeitet sich durch das Gebäude und sieht in der App, welche Meetingräume seit der letzten Reinigung tatsächlich genutzt wurden. Steht ein Raum auf Rot, wurde dort Aktivität festgestellt – also Tür auf und reinigen: Mülleimer leeren, Tisch abwischen, Teppich saugen, Stühle wieder ordentlich hinstellen und prüfen, ob alles für das nächste Meeting vorbereitet ist.

Bei einem Raum, der seit der letzten Reinigung nicht genutzt wurde, sieht die Sache anders aus. Dort reicht möglicherweise eine Sichtreinigung: Das Reinigungspersonal schaut kurz hinein und kontrolliert den Zustand. Vielleicht steht noch ein alter Blumenstrauß auf dem Tisch, vielleicht muss einmal Staub gewischt werden oder ein Fenster wurde offen gelassen. Wenn aber Stühle und Tische unverändert stehen, niemand den Mülleimer benutzt hat und der Teppich sauber ist, muss man nicht aus Prinzip noch einmal den gesamten Raum reinigen. Das spart Zeit – und diese Zeit kann das Reinigungspersonal dort einsetzen, wo tatsächlich etwas zu tun ist.

Reinigung nach Nutzung statt nur nach Kalender

Interessant an diesem Gedanken ist, dass dabei gar nicht versucht wird, Reinigungspersonal durch Technik zu ersetzen. Im Gegenteil: Den Mitarbeitern wird eine zusätzliche Information an die Hand gegeben, damit sie selbst besser entscheiden können, wo ihre Arbeitszeit gerade sinnvoll eingesetzt wird.

Das kann gerade bei großen Bürogebäuden einen erheblichen Unterschied machen – nicht bei einem Meetingraum und wahrscheinlich auch nicht bei fünf. Aber wenn ein Dienstleister mehrere große Bürokomplexe mit vielen Besprechungs-, Büro- und Gemeinschaftsräumen betreut, summieren sich wenige eingesparte Minuten pro Raum ziemlich schnell. Gleichzeitig entsteht eine Dokumentation: Der Dienstleister kann nachvollziehen, welche Räume als genutzt erkannt wurden und welche Räume im Rahmen einer Sichtreinigung kontrolliert wurden. Wie weit eine solche Dokumentation als vertraglicher Leistungsnachweis verwendet werden kann, muss natürlich mit dem jeweiligen Auftraggeber vereinbart werden.

Eigentlich eine ganz andere Anwendung für sonsor home

Entwickelt wurde sonsor ursprünglich für die Überwachung von Räumen. Aber Sensorik muss nicht immer Alarm auslösen – sie kann auch dabei helfen, einen Prozess intelligenter zu machen. Ein Meetingraum muss nicht gründlich gereinigt werden, nur weil Dienstag ist. Interessanter ist doch die Frage: War seit der letzten Reinigung überhaupt jemand drin?

Wenn diese Information zuverlässig geliefert werden kann, wird aus einem einfachen Sensor plötzlich ein Werkzeug für eine bedarfsgerechte Gebäudereinigung. Und angesichts knapper werdender Arbeitskräfte und steigender Kosten könnte genau diese kleine Information ziemlich wertvoll werden.

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