Nicht überall, wo GPS draufsteht, ist auch GPS drin

Nicht überall, wo GPS draufsteht, ist auch GPS drin, mit KI erzeugt

Immer wieder sieht man GPS-Tracker-Werbung. Gerade habe ich eine toll aufgemachte Werbung für eine sogenannte GPS-Tracker-Karte gesehen. Das Prinzip klang erst einmal überzeugend. Der GPS-Tracker, so dünn wie eine Kreditkarte, passt in die Brieftasche und kann geortet werden. 

Als Entwickler schaue ich mir solche Produkte natürlich etwas genauer an. Dabei fällt auf, dass viele Begriffe durcheinandergeworfen werden. GPS, Ortung, Tracking, Bluetooth – am Ende klingt alles gleich, funktioniert aber komplett unterschiedlich.

Es gibt eigentlich zwei verschiedene Systeme.

Viele Produkte, die heute als GPS-Tracker verkauft werden, gehören in Wirklichkeit gar nicht in die Kategorie GPS-Tracker. Die Kategorie GPS-Tracker besitzt tatsächlich ein integriertes GPS-Modul und eine Mobilfunkverbindung. Das Gerät bestimmt seine eigene Position über Satelliten und sendet diese anschließend über das Mobilfunknetz oder WLAN an den Betreiber oder direkt in eine App. Genauso arbeitet auch die GPS Ortung von unserem Alarmsystem sonsor. Das Fahrzeug weiß also selbst, wo es sich befindet. Egal, ob es auf einem Campingplatz, auf einem Feld oder irgendwo in den Bergen steht.
Voraussetzung ist lediglich, dass eine Mobilfunkverbindung vorhanden ist.

Die zweite Kategorie arbeitet ganz anders

Dann gibt es die vielen kleinen Tags, Karten oder Anhänger, die mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk oder dem Android-Netzwerk funktionieren. Diese Produkte besitzen in der Regel kein eigenes GPS. Diese Geräte kennen ihre Position also gar nicht selbst. Sie senden lediglich per Bluetooth ihre Kennung aus. Kommt ein Smartphone in die Nähe, erkennt dieses den Tag und übermittelt den eigenen Standort an den jeweiligen Onlinedienst. Diese Position ist also etwa die Position des kleinen BT-Tags. Das funktioniert in Innenstädten oft erstaunlich gut, denn überall sind Mobiltelefone mit eingeschaltetem Bluetooth unterwegs. 

Und wenn niemand vorbeikommt?

....wird der Unterschied deutlich. Liegt ein Bluetooth-Tag mitten im Wald, auf einem Feld oder treibt auf einem Boot über einen See, ist kein Handy in der Nähe, und es passiert erst einmal gar nichts. Der Tag weiß selbst nicht, wo er ist. Er wartet darauf, dass ihn jemand "findet" und im Notfall vergehen Stunden, Tage oder Jahre. ;-)

Ein echtes GPS-Ortungssystem funktioniert dagegen unabhängig von vorbeilaufenden Menschen. Es bestimmt seine Position selbst und übermittelt sie aktiv über das Mobilfunknetz.

Wir haben uns für echtes GPS entschieden

Bei der Entwicklung der mobilen Alarmanlage sonsor war uns wichtig, dass wir ein Fahrzeug oder ein mobiles Objekt jederzeit wiederfinden können. Deshalb besitzt sonsor ein eigenes GPS-Modul. Zusätzlich nutzt das System die LTE-Verbindung, um die Positionsdaten an die App zu übertragen. Ist der GPS-Empfang einmal eingeschränkt – beispielsweise in einer Halle –, wird zusätzlich die Mobilfunkzellenortung genutzt, um den Standort grob einzugrenzen.

So erhält der Nutzer möglichst zuverlässig eine Positionsinformation.

Was bedeutet das in der Praxis?

Steht dein Camper auf einem abgelegenen Stellplatz, ist es kein Problem. Ist dein Boot im Hafen oder auf einem Trailer unterwegs? Auch dann kann sonsor seine Position selbst bestimmen. Selbst wenn weit und breit kein anderes Smartphone unterwegs ist. 

Unser Fazit

Bluetooth-Tags sind clevere Helfer, um Schlüssel, Geldbörsen oder Gepäckstücke im Alltag wiederzufinden. Für viele Anwendungen sind sie eine ausgezeichnete Lösung.

Wer jedoch ein Fahrzeug, ein Boot oder ein anderes mobiles Objekt unabhängig von fremden Smartphones orten möchte, benötigt ein System mit echtem GPS und eigener Mobilfunkverbindung.

Genau dafür haben wir sonsor entwickelt.

Torna al blog