Wer durch Deutschland fährt oder – so wie ich – regelmäßig durch die Natur joggt, entdeckt sie immer wieder. Mitten auf einem Feld steht plötzlich ein hoher Funkmast. Dort sind keine Häuser und kaum Menschen. Nur ein Technikschrank und eine Antennenanlage. Viele laufen daran vorbei, ohne sich Gedanken zu machen.
Dabei gehören genau diese Anlagen zur kritischen Infrastruktur unseres Landes.
Unscheinbar – aber unverzichtbar
Solche Funkstandorte übertragen längst nicht nur Mobilfunk. Sie dienen häufig als Richtfunkstrecken oder Datenknoten und verbinden technische Anlagen miteinander. Über diese Netze werden unter anderem Informationen zwischen Trafostationen, Umspannwerken, Windkraftanlagen, Wasserwerken oder Leitstellen übertragen.
Fällt eine solche Verbindung aus, können wichtige Informationen nicht mehr übertragen werden. Deshalb sind viele dieser Standorte mehrfach abgesichert – häufig sogar mit eigener Notstromversorgung.
Doch was passiert am Fuß des Funkmastes?
Die eigentliche Funktechnik befindet sich meist weit oben auf dem Mast. Am Boden stehen dagegen Schaltschränke, Netzwerkschränke und Stromversorgungen. Genau dort greifen Techniker bei Wartungsarbeiten ein. Und genau dort könnten auch Manipulationen stattfinden. Ein Schaltschrank wird geöffnet und die Stromversorgung wird getrennt. Oder ein Netzwerkkabel wird entfernt. Oder jemand versucht bewusst, die Anlage außer Betrieb zu setzen.
Sofort informiert statt später analysieren
Natürlich erkennt der Betreiber , wenn eine Anlage ausfällt. Interessanter ist jedoch eine andere Information:
Wann hat die Manipulation begonnen und kann der Schaden noch abgewendet werden?
Mit sonsor lässt sich genau dieser Bereich überwachen. Das Sensorsystem wird direkt im Schaltschrank oder im Technikraum installiert. Wird der Schaltschrank geöffnet oder hantiert jemand am Technikbereich, erkennt sonsor die Veränderung sofort.
Über die integrierte LTE-Verbindung erhält der Betreiber unmittelbar eine Benachrichtigung. Noch bevor die eigentliche Infrastruktur beeinträchtigt wird.
Mehr als eine Alarmmeldung
Neben der Öffnung eines Schaltschranks können weitere Umgebungsdaten überwacht werden:
- Temperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Erschütterungen
- Bewegungen
- Geräusche
- Stromversorgung
So entsteht ein umfassendes Bild über den Zustand der technischen Anlage. Gerade an abgelegenen Standorten kann diese zusätzliche Information wertvoll sein.
Unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur
Ein besonderer Vorteil von sonsor besteht darin, dass das System unabhängig von der eigentlichen Anlage arbeitet. Auch wenn integrierte Netzwerke ausfallen oder Komponenten manipuliert werden, kann sonsor weiterhin über seine eigene LTE-Verbindung alarmieren.
Damit entsteht eine zusätzliche Sicherheitsebene für Betreiber kritischer Infrastruktur.
Aus industrieller Entwicklung entstanden
Dass sonsor solche Anwendungen beherrscht, ist kein Zufall. Die Technologie wurde ursprünglich für industrielle Sensorik und IoT-Anwendungen entwickelt. Die mobile Alarmanlage für Camper oder Ferienwohnungen ist nur eine von vielen Einsatzmöglichkeiten. Die gleichen Technologien schützen heute auch technische Anlagen, Schaltschränke und Komponenten der kritischen Infrastruktur.
Mehr Informationen zu unseren industriellen Entwicklungen finden Sie unter www.pironex.de.
Fazit
Kritische Infrastruktur besteht nicht nur aus großen Kraftwerken oder Rechenzentren.
Oft sind es die vielen kleinen, unscheinbaren Anlagen am Straßenrand oder mitten auf dem Feld, die dafür sorgen, dass Kommunikation, Energieversorgung und technische Prozesse zuverlässig funktionieren.
Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur den Ausfall einer Anlage zu erkennen – sondern bereits den ersten Manipulationsversuch.